Jeroen Dijsselbloem als Eurogruppen-Chef bestätigen, aber kein Euro-Finanzminister!

Jeroen Dijsselbloem als Eurogruppen-Chef bestätigen, aber kein Euro-Finanzminister!

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Zur Diskussion im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europäischen Parlaments am Dienstag in Brüssel erklärt MdEP Michael Theurer, FDP-Präsidiumsmitglied:

 

„Jeroen Dijsselbloem hat gezeigt, dass er derzeit im Amt des Präsidenten der Eurogruppe der Richtige ist. Deshalb sollten ihn die Finanzminister als solchen bestätigen, auch wenn er nach den Wahlen in den Niederlanden nur noch Finanzminister auf Zeit ist und demnächst das Amt übergeben dürfte. Aufgrund des vereinbarten Proporzes an den Spitzen der europäischen Institutionen käme auch Dijsselbloems Nachfolger aus den Reihen der Sozialdemokraten. Viel entscheidender jedoch ist: Dijsselbloem hat in diesen schwierigen Zeiten von Finanz- und Eurokrise Besonnenheit, Verhandlungsgeschick und Kompetenz bewiesen und im Regelfall entlang der Linien eines stabilen Euro gehandelt. Auch in der heutigen Diskussion im Ausschuss hat er die richtigen Signale ausgesendet und sich für eine Normalisierung der Geld- und Währungspolitik sowie einen Abbau der Staatsschulden ausgesprochen, um die Möglichkeit des Abfederns von Schocks im Finanzsystem gewährleisten zu können. Eines muss jedoch klar sein: Auch wenn Dijsselbloem jetzt im Amt bleibt – Sein Mandat geht jetzt zunächst bis Anfang 2018. Wir Freie Demokraten sind gegen einen ständigen Präsidenten der Euro-Gruppe, der dann als eine Art ‚Euro-Finanzminister‘ fungieren würde. Posten haben wir in Brüssel genug, sie tragen per se nicht zur Lösung von Problemen und Einhaltung von Regeln bei.“

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