Deutsche Börse sollte in Frankfurt bleiben!

Portrait Michael Theurer
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Die Verlegung des Unternehmenssitzes nach London ist aus Standort- und Wettbewerbsgründen falsch. Ich fordere die EU-Kommission und die hessische Landesregierung dazu auf, die Genehmigung hierfür zu versagen.

Die öffentlich-rechtliche Frankfurter Wertpapierbörse erfüllt als Marktplatz eine staatliche Aufgabe. Die privatrechtliche Deutsche Börse AG ist mit dieser Aufgabe lediglich beliehen. Allein schon deshalb wäre eine Abwanderung nicht zu verantworten. Dazu kommt, dass die Deutsche Börse eine höhere Marktkapitalisierung und ein zukunftsträchtigeres Geschäftsmodell vorweist. Warum also zum kleineren Partner ziehen?

Problematisch ist ebenfalls, dass ein Londoner Sitz der Holding außerhalb der Eurozone wäre. Perspektivisch wohl sogar außerhalb der Europäischen Union. Aufgrund der großen Marktanteile bei Unternehmensnotierungen, Kassageschäften und insbesondere im Bereich Clearing/Derivate-Clearing entstehen durch die Fusion zusätzliche systemische Risiken für die Eurozone. Diese dürfen sich nicht der regulatorischen Kontrolle entziehen.

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