Pressemitteilung zum Verkauf von Kuka an Midea

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Die Europäische Union zieht wirtschaftliche Stärke aus ihrer Politik offener Märkte. Der Verkauf von Kuka an das chinesische Unternehmen Midea zeigt allerdings eines der größten Probleme im wirtschaftlichen Verhältnis mit China klar auf: Chinesische Unternehmen kaufen hier die technischen Lösungen, deutsche können jedoch dort nicht ohne weiteres in China investieren.
Aufgrund der einseitig offenen Märkte herrscht hier eine Wettbewerbsverzerrung vor, die ausländische Investoren in China benachteiligt.
So lässt sich auch erklären, dass die Schmerzgrenzen deutscher Investoren bei Kuka durch Midea deutlich überschritten werden konnten.
Solange nicht der volle Marktzugang für die chinesischen Märkte besteht, sollte daher ein entsprechendes Außenwirtschaftsgesetz erlassen werden, welches das Abwandern extrem zukunftsträchtiger Kerntechnologien verhindert: Wie in den USA sollte auch hier die Übernahme durch ausländische Investoren unter Genehmigungsvorbehalt gestellt werden. Würde die Volksrepublik hingegen im Dezember den Status einer Marktwirtschaft erhalten ohne zuvor die Marktöffnung und rechtsstaatliche Reformen weitgehend durchgeführt zu haben, wäre dies ein herber Rückschlag.
Vordringlich ist gleichzeitig die Stärkung der Investitionsbereitschaft der deutschen Unternehmen im Inland.   Wenn die Aktien von Kuka von einheimischen Eigentümern gehalten würden, stellte sich die Frage des Ausverkaufs europäischer Technologie gar nicht.

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