Brutale Terroranschläge in Paris fordern Stärke und Zusammenstehen Europas – muslimische Flüchtlinge nicht unter Generalverdacht stellen!

Brutale Terroranschläge in Paris fordern Stärke und Zusammenstehen Europas – muslimische Flüchtlinge nicht unter Generalverdacht stellen!

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Die barbarischen Terroranschläge von Paris sind die schlimmsten in Europa seit vielen Jahren. Ich bin entsetzt ob der grausamen Attacken und meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen. Europa muss in dieser dunklen Stunde zusammenstehen und stark sein. Es sind Angriffe auf unseren liberalen Lebensstil, auf die wir mit besonnener Entschlossenheit reagieren müssen. Statt Grenzschließungen und Gesetzesverschärfungen das Wort zu reden, ist es jetzt notwendig, noch besser abgestimmte Sicherheits- und Fahndungskonzepte zu entwickeln. Wir brauchen eine noch engere und bessere Kooperation der Sicherheitsbehörden. 

Unsere freiheitlichen Grundwerte und unsere demokratische Zivilisation sind stärker als der Terrorismus. Deshalb: Lasst uns diesen barbarischen Terrorismus nicht mit dem Islam verwechseln, und lasst uns nicht vergessen, dass die Flüchtlinge muslimischen Glaubens, die zu uns kommen, genau vor dieser Grausamkeit fliehen. Wir dürfen Flüchtlinge nicht unter Generalverdacht stellen, sie sind Opfer und keine Täter. Unter den Flüchtlingen potenzielle Attentäter zu identifizieren, ist Aufgabe der Sicherheitsbehörden, die dafür richtig ausgestattet sein müssen. Islam steht für Frieden, und im Koran heißt es, dass jeder, der einen unschuldigen Menschen mordet, die gesamte Menschheit mordet. Gleichwohl ist es erforderlich, die Auseinandersetzung mit den ideologischen Ursachen des Terrorismus zu führen, mit Fundamentalismus und Fanatismus. Die islamistischen Terroristen sehen auch in ,moderaten‘ Muslimen Ungläubige, sie haben auch Muslime auf dem Gewissen. 

In diesem Sinne dürfen wir die Reaktionen auf die Terroranschläge nicht mit der Flüchtlingsdebatte vermischen oder den Terror gar instrumentalisieren. Auch Rufe nach geschlossenen Grenzen oder weiter ablehnende Töne einiger osteuropäischer Länder, was die Aufnahme von Flüchtlingen anbelangt, sind inakzeptabel, allenfalls illusorisch, und spielen Populisten und dem rechten Rand in die Hände.

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